In diesem Blog möchte ich dir aufzeigen wie Kinder in der Trauer begleitet werden können.

1. Was bedeutet „einfühlsame“ Trauerbegleitung für Kinder?

In schwierigen Zeiten, wie dem Verlust eines Elternteils, ist einfühlsame Trauerbegleitung für Kinder sehr wichtig.
Kinder brauchen Unterstützung und Verständnis, um mit ihrer Trauer umgehen zu können. Trauerbegleiter spielen hierbei eine wichtige und grosse Rolle. Sie helfen den Kindern mit ihren Emotionen umgehen zu können und langsam zu verarbeiten. Durch einfühlsame Begleitung können Kinder lernen, mit dem Verlust ihrer Trauer umzugehen.
Die Bedürfnisse des Kindes wahrzunehmen ist das A und O eines Trauerbegleiters.

2. Wie bereite ich ein Kind auf den Verlust eines Elternteils vor?

Einen Elternteil zu verlieren ist der grösste Verlust für ein Kind.
Ob es eine „richtige“ Vorbereitung gibt, kann ich nicht sagen.
Was ich aber mit Sicherheit sagen kann, ist,  dass mit dem Kind sanft und einfühlsam über den Tod gesprochen werden soll.
Es versteht sich sicher von selbst, dass darauf geachtet wird, dass es altersgerecht sein sollte.

Der Tod sollte kein Tabu-Thema sein.

Durch offene Gespräche und klare Antworten können Kinder besser verstehen, was passiert ist und wie sie mit ihren Gefühlen umgehen können.
Es ist wichtig, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, in der Kinder ihre Fragen stellen können und Unterstützung finden.
Auch Ritualen und Erinnerungsstücken können helfen, den Verlust zu verarbeiten und sich mit dem Tod auseinanderzusetzen. Trauerbegleitung spielt hierbei eine wichtige Rolle. Die Trauerbegleitung gibt Raum für Emotionen und begleitet die Kinder durch diesen schweren Schicksalsschlag. Mit Empathie und Verständnis können wir den Kindern helfen, mit dem Verlust umzugehen und langsam wieder ins Leben, auf ihren Weg, zu finden.

3. Und was ist nun die die Rolle eines Trauerbegleiters?

Bei einem so grossen Verlust brauchen Kinder einfühlsame Trauerbegleiter, die ihnen Halt und Unterstützung geben.
Da jeder Angehörige selbst zu „kämpfen“ hat ist es wichtig, dass die tragende Rolle nicht auch noch selbst übernommen wird.
Es ist wichtig, dass jedes Familienmitglied sich auf sich selbst konzentrieren kann und mit seinen eigenen Emotionen und Gefühlen wieder klar kommt.
Denn wie wir ja wissen, kannst du nur jemanden helfen, wenn es dir auch wirklich gut geht.
Die Rolle des Trauerbegleiters ist sehr wichtig, um die Kinder in ihrer Trauer zu begleiten, unterstützen, Vertrauen aufzubauen und sie auf ihrem Weg des Loslassens zu begleiten. Trauerbegleiter helfen dabei, die Emotionen der Kinder zu verstehen und bieten einen sicheren Raum für den Prozess der Trauerverarbeitung.
Durch das Zusammenarbeiten mit einem Trauerbegleiter haben die Kinder auch nicht wirklich das Gefühl, den anderen, trauernden, Elternteil zu belasten.

4. Methoden und Strategien für eine einfühlsame Trauerbegleitung bei Kindern

Methoden und Strategien sind wichtig, um eine individuelle Trauerbegleitung bei Kindern zu haben. Es ist wichtig, altersgerechte Gespräche zu führen. Gespräche in denen alles Platz haben darf. Sei es Wut, Angst, Verletztheit, Verzweiflung,… alle Emotionen haben Platz und dürfen raus gelassen werden.
Kreative Ausdrucksformen wie Malen, Spielen oder Geschichtenerzählen können helfen, den Trauerprozess zu erleichtern.
Rituale und Erinnerungsstücke können ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, um den Kindern Trost zu spenden und sie in ihrer Trauer zu begleiten. Ein Trauerbegleiter braucht sehr viel Einfühlungsvermögen und Geduld für eine erfolgreiche Begleitung eines trauernden Kindes.

5. Die Bedeutung von Ritualen und Erinnerungsstücken in der Trauerarbeit mit Kindern

Die Bedeutung von Ritualen und Erinnerungsstücken in der Trauerarbeit mit Kindern ist von unschätzbarem Wert. Durch das Einbeziehen von speziellen Ritualen und persönlichen Gegenständen können Kinder Trost und Stabilität finden. Diese Rituale helfen den Kindern, den Verlust ihres Elternteils besser zu verstehen und zu verarbeiten. Indem sie sich aktiv an diesen Ritualen beteiligen, können sie ihre Emotionen ausdrücken und einen Raum für Trauer und Erinnerung schaffen. Erinnerungsstücke wie Fotos, Lieblingsobjekte oder gemeinsame Erlebnisse können eine Brücke zur Vergangenheit bilden und den Kindern dabei helfen, den Papa oder die Mama immer Herzen zu haben. Durch die Ritualen und Erinnerungsstücke wird die Trauerbegleitung für Kinder einfühlsamer und stärker. Sie geben den Kindern die Sicherheit, es bald auch „alleine“ im Leben wieder zu packen.

6. Wie Lehrer, Erzieher und andere Bezugspersonen helfen können

Trauerbegleitung im Alltag ist auch eine wichtige Aufgabe für Lehrer, Erzieher und andere Bezugspersonen von trauernden Kindern.
Es ist wichtig, dass diese Bezugspersonen offen für Gespräche sind und den Kindern Zeit und ein offenes Ohr schenken.
Durch einfühlsame Gespräche können sie den Kindern helfen, auch im Alltag wie Schule, Hobbys,…  langsam wieder ihren Weg zu finden. Es ist auch wichtig, den Kindern Sicherheit und Stabilität zu vermitteln, damit sie sich in der Schule und im Alltag geborgen fühlen. Lehrer und Erzieher können unterstützende Rituale oder Aktivitäten, auch in Absprache mit dem Trauerbegleiter, in den Schulalltag integrieren, um den Kindern beim Umgang mit ihrer Trauer zu helfen. Durch ihre Präsenz und Fürsorge können sie einen wertvollen Beitrag zur Trauerbewältigung der Kinder leisten.

7. Lange und viele Gespräche sind überaus wichtig in der Trauerbegleitung

Der achtsame Umgang mit Emotionen und Fragen steht im Mittelpunkt einer einfühlsamen Trauerbegleitung. Durch offene und ehrliche Gespräche können Gefühle, Ängste, Sorgen, oder auch Fragen besprochen werden.
Es ist wichtig, den Kindern zuzuhören, sie in ihren Emotionen ernst zu nehmen und ihnen dabei zu helfen, diese zu verstehen.
Diese intensiven und ehrlichen Gespräche dienen nicht nur dazu, Antworten zu geben. Sie sollen auch aufzeigen, dass es auch nicht immer für alles Antworten geben kann und dies ok. ist so.
Auch dienen sie dazu, Vertrauen aufzubauen und eine unterstützende Beziehung zu den Kindern aufzubauen, indem Trauerbegleiter einfühlsam und geduldig auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen und sie in ihrem individuellen Trauerprozess begleiten.
Eine respektvolle und verständnisvolle Kommunikation schafft eine Atmosphäre des Vertrauens und der Geborgenheit, in der Kinder sich geborgen fühlen und lernen können, mit ihren Emotionen umzugehen. Auch ist es wichtig zu verstehen, dass ein Trauerbegleiter nicht auf alles eine Antwort weiss. Auch ein Trauerbegleiter darf mal etwas nicht wissen.
Den trauernden Kindern tut es gut, dass auch die Erwachsenen nicht immer alles wissen, sie aber vertrauen, dass alles gut kommt.

8. Wie grenzt sich ein Trauerbegleiter ab?

Abgrenzung ist ein entscheidender Aspekt der Trauerbegleitung. Ein Trauerbegleiter ist täglich mit den Emotionen und Schicksalen anderer konfrontiert. Daher ist es sehr wichtig, auf  sich selbst zu achten.
Wichtig ist dafür, dass bewusst Auszeiten genommen werden um Kraft zu tanken und die eigenen Gefühle zu reflektieren.
Abgrenzung bedeutet nicht egoistisch zu sein, sondern sich selbst die nötige Aufmerksamkeit und Liebe zukommen zu lassen, um weiterhin einfühlsam und stabil für die trauernden Kinder und Familien da sein zu können.
Nur ein Trauerbegleiter welcher auf sich selbst gut achtet, wird seine Berufung noch lange ausüben und Freude verspüren können.

9. Sich Hilfe zu holen ist kein Akt der Schwäche

Der Verlust eines geliebten Menschen ist immer ein grosser Verlust im Leben. Es hinterlässt eine riesige Narbe, welche am Anfang schmerzt und nur langsam verheilt.
Wenn dann noch Kinder unter den Trauernden sind, ist es wichtig und richtig, sich Hilfe zu holen. Zum Wohle der Trauerenden selbst und natürlich den Kindern.
Hilfe zu holen ist kein Akt der Schwäche. Es zeigt Stärke. Denn nur wer an sich selbst arbeitet wird stärker und kann so auch anderen Menschen helfen stark zu werden.

Also ganz umfassend gesagt, ist eine einfühlsame Trauerbegleitung eine wesentliche Stütze für Kinder in der Zeit des Verlustes.
Durch das da sein von empathischen Trauerbegleitern können trauernde Kinder auf ihrem Weg begleitet und unterstützt werden.
Mitgefühl und Verständnis so wie Zeit und Liebe braucht es, um den individuellen Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden.
Rituale und Erinnerungsstücke bieten einen wichtige Ankerpunkte für die Kinder, um mit ihrer Trauer umzugehen.
Bei dem ganzen Trauerprozess ist es sehr wichtig, dass auch Lehrer, Erzieher und andere Bezugspersonen eingebunden sind, um den Kindern im Alltag beizustehen. Intensive und ehrliche Gespräche über Emotionen und Fragen ist ein muss für die Trauerbegleitung,
um den Kindern Raum für ihre Gefühle zu geben.
Letztendlich ist aber auch die Abgrenzung für Trauerbegleiter sehr wichtig, damit diese wunderschöne Arbeit noch lange und mit Freude gemacht werden kann.

Danke an alle Menschen, die sich helfen lassen und danke an alle Menschen, die sich die Zeit nehmen zu helfen. 💛

Mit jedem Abschied kommt auch die Trauer.

Die Trauer. Ein Schmerz. Eine Angst. Eine Narbe.

Das Thema Trauerverarbeitung ist sehr wichtig und kann für viele Menschen eine schwierige Zeit sein.

Jedoch ist wichtig, sich Zeit zu nehmen, um zu trauern und sich mit den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen.

Es ist auch wichtig, sich selbst zu erlauben, traurig zu sein und die Trauer zuzulassen, anstatt sie zu unterdrücken.

Jeder trauert auf seine eigene Weise und es gibt kein „richtiges“ oder „falsches“ Vorgehen.

Viele Menschen fürchten die Trauer. Wenn jemand einen geliebten Menschen verloren hat, wenn eine Beziehung zu Ende geht, kommt diese Person in einen unbekannten Zustand.

Er fühlt sich selbst nicht mehr. Gefangen in einer unbekannten Energie.
Tränen gehören plötzlich zum Alltag.

Es kann Wut entstehen oder gar Ausweglosigkeit und du hast das Gefühl, dass ein Teil von dir gestorben sei.

Trauerende Menschen durchlaufen verschiedene Trauerphasen.

Der Umgang mit der Trauer ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Wie aber jetzt mit der Trauer umgehen?

Die Trauer nach einem Verlust kann in 4 Phasen geteilt werden (nach Verena Kast).

 

1. Nicht-Wahrhaben-Wollen

Diese Phase ist der Anfang des ganzen Trauerprozesses. In dieser 1. Phase will der Trauernde nicht wahrhaben, dass er jemanden verloren hat (sei es durch den Tod oder durch ein Beziehungsende). Oft versuchen die Trauernden auch den Verlust zu leugnen oder haben das Gefühl, dass sie bald aufwachen werden. Es sei alles nur ein Traum.

Wie lange diese Phase andauert, hängt vom Trauernden ab. Ob Tage, Wochen oder Monate ist nicht relevant. Wichtig ist, dass der Trauernde weiss, dass es Menschen gibt, die ihn begleiten oder helfen, wenn er dies braucht.

Gerade in dieser Phase kann Hilfe bei der Vorbereitung für Beerdigungen oder Trauerkarten schreiben wichtig sein.

 

2. Phase: Aufbrechende Emotionen

In dieser 2. Phase kommen die Emotionen und Reaktionen auf das Geschehnis.
Es könne verschiedene Emotionen raufkommen. Von Wut, Angst, Ärger, Verwirrung aber auch Schuldgefühle.

Wichtig in dieser Phase ist, dass alle Gefühle zugelassen werden. Kein Gefühl sollte einfach runtergeschluckt oder verdrängt werden.

Es braucht Zeit die Gefühle anzunehmen und richtig verarbeiten zu können. Deswegen kann diese Phase auch schon mal Jahre in Anspruch nehmen.

 

3. Phase: Suche, Wiederfinden, sich trennen

Jetzt geht es um die Auseinandersetzung. Was ist geschehen? Was brauche ich, was muss ich tun damit ich mich wieder finden kann?
Gerade bei einem Verlust eines geliebten Menschen, suchen die Trauernden oft Orte auf, bei welchen sie gute Erinnerungen haben.
Orte, an denen sie mit dem Verstorbenen schöne Stunden erlebt haben.

Das Sprechen mit den Verstorbenen ist auch sehr wichtig. So kann die Trauer verarbeitet und Abschied genommen werden.
Wichtig dabei nicht zu vergessen ist: Abschied nehmen heisst nicht, vergessen!

Auch diese Phase kann einige Monate dauern.

 

4. Phase: neuer Selbst- und Weltbezug

In dieser letzten Phase geht es um die Planung des weiteren Lebens.
Der Schmerz über den Verlust tritt langsam in den Hintergrund. Der Verlust wird langsam akzeptiert. Was bleibt ist eine Narbe im Herzen, welche die Erinnerung an einen geliebten Menschen zeigt.

 

Richtiges Trauern ist sehr wichtig. Eine Trauerphase kann bis zu 5 Jahren dauern. 

 

Da es von Mensch zu Mensch wieder unterschiedlich ist, möchte ich dir gerne hier ein paar Punkte schreiben welche evtl. bei der Trauerverarbeitung helfen können.

  • Ganz wichtig, die Trauer zu lassen. Alle Emotionen müssen raus. Ob Wut, Traurigkeit oder Erschöpfung. Lass alles kommen, wie es kommt. Nimm dir die Zeit und gib deinen Emotionen Raum!
  • Nimm dir Zeit für dich. Fühl dich nicht verantwortlich für andere. Denn wenn du die Trauer nicht verarbeitet hast, kannst du auch nicht für anderen da sein.
  • Wenn du gerne schreibst, schreibe so viel du magst.
    Schreibe zum Beispiel auch dem Verstorbenen einen Brief. Schreibe, was du fühlst, wie es dir geht, an was du dich gerne erinnerst,… einfach alles, was dir gerade einfällt. Am Schluss kannst du den Brief entweder behalten, mit einem Ballon in die Luft lassen oder verbrennen.

Wenn du merkst, dass du Hilfe brauchst, nimm sie an. Lass nicht zu, dass dein Ego dich hindert. Nimm für dich an, was du in dieser Zeit brauchst.

Hilfreiche Unterstützung findest du sicher bei Freunden, Familie oder professionellen Therapeuten.

In dem du trauerst, dir Zeit für die Trauer nimmst, entgegnest du auch dem Verstorbenen nochmals die Liebe und den Respekt zu ihm. 💛

Wenn die Trauer dann durch ist, wird eine Narbe bleiben.

Diese Narbe soll dich an die schöne Zeit erinnern, welche ihr zusammen hattet. Schaue die Narbe bitte nicht als etwas Negatives an. Jede Narbe trägt Erinnerungen.

Lass auch diese Erinnerungen immer wieder zu und lächle dabei. Das zeigt die Liebe zum Verstorbenen nach der Trauerphase. 💛

Lass dir von niemandem einreden, wie lange du trauern sollst. Du alleine weisst, wie es in dir drinnen aussieht.

Wichtig ist, auf sich selbst zu achten und sich die Zeit zu nehmen, die man braucht, um den Verlust zu verarbeiten.

Die geliebten Menschen sind nicht „weg“. Sie sind noch da. Halt einfach anders. 😉

Anstatt sie physisch zu sehen, geht es über eine Urkraft welche wir in uns tragen. Leider vertrauen wir dieser heut zu tage viel zu wenig.

Es ist das Herz. Das Fühlen und das Wahrnehmen.

Sprich mit deinem Verstorbenen so, als wäre er noch physisch da. Dann fühle in dich hinein. Was spürst du? Was nimmst du wahr?

Spüre die Energie des Verstorbenen und lasse dich einige Minuten auf diese Energie ein.

Auch dies kann bei einer Trauerverarbeitung helfen.


Und falls du gerade jetzt in grosser Trauer bist, wünsche ich dir von Herzen viel Kraft, Liebe und Vertrauen.
💛

Was sind Blockaden?

Blockaden gibt es immer wieder im Leben.

Du bleibst stehen.

Du weisst nicht, wie weiter und du kannst andere Wege/Lösungen nicht sehen.

Kurz gesagt, du kannst den Wald vor lauter Bäume nicht mehr sehen.

Auch Blockaden können von der Kindheit herkommen. Aber natürlich nicht nur.

Oft können Blockaden auch in Beziehungen oder beruflichen Situationen entstehen.

Blockaden ist man sich schneller bewusst als ein Muster oder einen Glaubenssatz.

Blockaden hindern uns am Weiterkommen.

Oft auch aus Zweifel, zu wenig Selbstvertrauen oder auch negativen Gedanken.

Wir blockieren uns selbst. Wir befinden uns im Stillstand.

Dieser Stillstand hindert uns am Weiterkommen.

Es bleibt dann aber auch nicht nur bei einer Blockade, es werden immer mehr kommen.

Wir fühlen uns ohnmächtig, was zu tun.

Ein Beispiel dazu:

Nehmen wir wieder Lisa. =)

Lisa möchte von Herzen gerne eine Yoga-Ausbildung machen. Sie hat sich schon tausend Angebote angeschaut. Aber das Anmelden ist für sie eine Riesenhürde weil sie Angst hat, sie könnte nicht gut genug sein.


Ihre Freundin, welche die Yoga-Ausbildung gemacht hat, versichert Lisa aber immer wieder, dass es das richtige für sie sei.

Lisa sei die geborene Yoga-Lehrerin und trage alles, was sie dazu brauche, bereits in sich.

Aber trotz dieser Bestätigung kann es Lisa nicht glauben.

 

Sie versteht «die Aussage» zwar im Kopf aber nicht im Herzen.

Es ist eine innere Blockade, welche Lisa nicht fühlen lässt, dass sie alles in sich trägt.

 

Sie steht sich selbst im Weg. Ihrem eigenen Herzenswunsch.

 

Sobald Lisa diese Blockade aber erkennt, kann sie sich diese bewusst machen.

Sie kann damit arbeiten und sich fragen, warum sie diese Blockade hat.

Wenn Lisa ihren Mut zusammennimmt und den ersten Schritt «wagt», wird sich ihre Energie verändern.

Ihre Blockade wird immer kleiner oder kann ganz verschwinden.

Es braucht aber Zeit und Geduld.

Und genau dies, haben die wenigsten Menschen.

Aber warum hat man am wenigsten Geduld mit sich selbst?

Über Jahre werden Blockaden, unbewusst, aufgebaut. Sie werden grösser und du schränkst dich immer mehr ein.

Zum Aufbauen lassen wir uns immer viiieeelll Zeit.

Zum Abbauen? Am besten bereits gestern.

Wenn du dir plötzlich einer Blockade bewusst wirst, geht es nicht schnell genug, diese los zu werden.

Aber wie ein Beinbruch, der seine Zeit zur Heilung braucht, braucht auch eine Blockade seine Zeit.

Auch eine Blockade darf heilen. Sie darf Schritt für Schritt kleiner werden. Bis sie, vielleicht, ganz verschwindet.

Eine Blockade ist für mich der Hinkelstein bei Asterix und Obelix.

Wenn ich eine Blockade erkenne, stelle ich mir immer vor, wie ich Obelix bin.

Ich trage den Hinkelstein weg und gehe weiter.

Manchmal ist es ein schwerer Hinkelstein, da braucht es mehr Kraft und Zeit.

Aber manchmal sind die Steine leichter als sie von aussen aussehen.

Hab den Mut, deine Blockade anzugehen.

Als Kinder haben wir uns selten von was aufhalten lassen. Wenn die Eltern sagten: „das geht doch nicht!», du es aber unbedingt wolltest, ging es ja auch.

Also habe den Mut und sei ein kleiner Obelix.

Kinder und Blockaden

Bei den Kindern ist es sehr ähnlich.

Auch Kinder können bereits blockiert sein.

Sei es wegen der Schule, den Eltern oder sich selbst.

Bereits die Schule, übt schon sehr viel Druck auf Kinder aus.

Mit diesem Druck können nicht alle gleich gut umgehen.

Sie fangen an sich selbst zu blockieren.

Es kommt zu Angstzuständen oder zu Leistungsabfällen.

Aber auch der Druck der Eltern ist sehr relevant.

Wie früh werden Babys verglichen.

«Mein Baby hebt den Kopf schon selbst. Deines?»
«Mein Kind hat bereits keine Windeln mehr. Deines?»
«Mein Kind spricht schon viele Wörter. Deines?»

So viele Vergleiche.

Oder auch von der Gesellschaft.

«Oh, das Kind sollte aber schon längst sprechen. Das ist gar nicht gut, wenn es noch nicht spricht.»

«Was? Es trägt noch Windeln? Du musst es unbedingt trocken bringen!»

Das erzeugt alles Druck auf die Eltern, welcher dann auch das Kind spürt.

Das Kind weiss noch nicht wie mit diesem umgehen und fängt, unbewusst, an, sich zu blockieren.

Und wie wir ja alle wissen, blockiert funktioniert niemand.

Schlussendlich noch der Selbstdruck. Was dann aber auch schon wieder ein bisschen in ein Muster geht.

Aus diesem Muster geht dann aber die Blockade heraus.

Warum geben wir nicht einfach der Natur ihren Lauf?

Lassen wir Babys Baby, Kinder Kinder und Erwachsene, Erwachsene sein.

Jeder Mensch individuell und in seinem Tempo.

Es braucht alles seine Zeit.

Geben wir uns selbst die Zeit die wir brauchen und lösen die Blockaden auf.

Bei einer Sensitiven Beratung, gehen wir solche Blockaden an.

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Die Angst. Was ist die Angst eigentlich genau?

Ich habe Angst vor… Die Angst ist ein ständiger Begleiter… Er ist ein Angsthase… Sie hat Prüfungsangst…

Bei so vielen Situationen spielt die Angst eine grosse Rolle. Nur, was ist die Angst eigentlich? Ist sie wirklich negativ? In welchem Zusammenhang gebrauchen wir die Angst?

Oft kommt die Angst in Situationen, welche für uns nicht vorhersehbar sind.

So zum Beispiel, wenn jemand etwas zum ersten Mal macht.

Kinder, welche in den Kindergarten oder in die 1. Klasse kommen. Viele freuen sich aber haben trotzdem ein bisschen Angst.

Erinnere dich mal wie es für dich war. Wie war es als du das erste Mal den Kindergarten oder  die 1. Klasse besucht hast.
Wie hast du dich gefühlt? Mache dir das Gefühl einmal bewusst.

Eltern werden immer von einer kleinen Angst begleitet was ihre Kinder betrifft.

Die Kinder behüten und schauen, dass es ihnen gut geht und nichts Schlimmes widerfahren kann.

Angst vor Operationen. Menschen die Angst vor Operationen bzw. Spitälern und Ärzte haben. Auch hier zieht die Angst ihre Kreise.

Angst vor Krankheit / Pandemien. Sehen wir sehr gut in der jetzigen Zeit mit dem Corona-Virus. Sehr viele Menschen haben eine grosse Angst vor dem Virus, daran zu erkranken. Dasselbe sieht man aber auch beim Krebs.

Angst vor Armut. Auch dies ist eine grosse Angst. Vor allem bei Familien. Ein Familienvater welcher eine Familie zu ernähren hat. Es ist nicht immer einfach und selbstverständlich, dass man der ganzen Familie alles bieten kann, was sie sich wünscht. Auch hier ist die Angst vor Armut sehr gross.

Angst vor Diktatur. Das erleben oft ältere Menschen, welche die Hitler-Zeit in Deutschland miterlebt haben. Das Eingesperrt sein, keine freie Meinung und kein freies, eigenes Leben mehr haben zu können. Auch diese Angst schürt noch viele Menschen. Vor allem aber die ältere Generation.

Angst vor der Liebe. So schön die Liebe ist, so viel Angst kann sie einem auch machen. Angst jemanden so fest zu vertrauen und zu lieben, dass man ihn irgendwann verlieren könnte und man wieder alleine ist.

Oder auch Angst, dass die Liebe einen verletzen könnte.

Der Tod löst in vielen Menschen eine Angst aus. Man weiss nicht was nachher kommt. Ob überhaupt noch was kommt. Verursacht es Schmerzen? Ist man alleine? Das Thema Tod ist riesig und wirft viele Fragen auf. Aus diesem Grund haben auch viele Menschen Angst vor dem Tod.

Es gibt so viele Arten von Angst. Dass man das Wort «Angst» gar nicht immer im gleichen Sinne gebrauchen kann.

Aber auch die Angst vor der Angst (Phobophobie). Menschen, die Angst vor der Angst oder Panikattacken haben.

Sehen wir uns einige Punkte mal wenig tiefer an.

 

Angst vor dem Ungewissen

Der Mensch ist gerne auf alles vorbereitet damit er reagieren kann. Das Ungewisse gibt ein ungutes Gefühl. Du weisst nicht was kommt, du kannst es nicht sehen, nicht richtig erkennen und weisst somit auch nicht wie du dich zu verhalten oder zu reagieren hast.

Viele werden dann leicht panisch oder resignieren schneller. Sie werden hektisch, hören auf richtig zu denken und schalten ihre Intuition, ihre Gefühle aus.

Doch wie wäre es, wenn sie sich in die Situation reinzuversetzen versuchen? Die Situation von allen Seiten, oben und unten anschaut?

Sich einfach mal hinsetzen würde, tief durchatmen und sich selbst ein bisschen Zeit geben? Was wäre, wenn sie sich ein paar Gedanken machen, was für Türen sich neu öffnen können oder welche Vorteile es für sie hätte, anstatt immer gleich das Negative zu sehen und in der Dunkelheit zu versinken, weil man dann unbewusst das Gefühl hat, das Ungewisse sehe ihn dann nicht.

Versuche es mal und mache dir bewusst, wie du dich fühlst, wie dir dies weiterhilft.


Angst vor der Liebe

Liebe ist eine sehr mächtige Energie. Ich behaupte sogar, die mächtigste die es gibt.

Wenn Liebe von allen zugelassen und angenommen wie auch gegeben würde, wären Hass, Krieg, Hunger-Not und was es sonst noch alles gibt, kein Thema mehr auf dieser Welt.

Bei der Liebe geht es vor allem auch um die Selbstliebe. Vielen Menschen fehlt diese Liebe. Sie fühlen sich nur geliebt, wenn jemand anders sie liebt. Aber wo bleibt deine eigene Liebe zu dir selbst? Wenn du dich selbst nicht lieben kannst, wie sollen es die anderen tun? Warum liebst du jemand anderen mehr als dich selber? Bist du dir zu wenig wichtig? Du bist der einzige Mensch, der dich nicht enttäuschen kann. Du selbst hast dein Leben in der Hand.

Angst vor der Liebe ist auch Angst vor dieser mächtigen Energie.

Diese Angst, die hier ins Spiel kommt, ist Angst vor dem alleine sein, fallen gelassen zu werden, verletzt zu werden, akzeptiert zu werden.

Diese Angst ist eigentlich nur ein Schutzschild für die Gefühle, vor der Verletzlichkeit. Angst vor der Liebe heisst, diese nicht geben und nicht annehmen können oder wollen. Dies wiederum aber nur, damit man sich nicht verletzen lassen kann. So bleibt man «unverletzt» und stark. Die Angst ist aber somit ein ständiger Begleiter.

Denn auf der ganzen Welt begegnet man, zum Glück, immer wieder der Liebe.

Sei es die Liebe der Kinder, von erwachsenen Personen oder den eigenen Eltern. Ja sogar von Tieren kann man Liebe spüren.

Somit ist man nicht nur die ganze Zeit mit der Angst in Verbindung, sondern zusätzlich auch noch mit einem ewigen Kampf.

Doch wie wäre es, wenn man den Schutzschild einfach mal fallen lassen würde. Mal versuchen würde, wie es ist, Liebe erfahren zu dürfen? Die Angst abzuschütteln, dass alle einen verletzen oder nur ausnützen möchten?

Wie wäre es, wenn man versucht alle Menschen gleich zu behandeln? Ohne Angst vor einer Konsequenz oder Gegen-Reaktion?

Die Liebe ist die Energie, an welcher niemand vorbeikommt. Also hab keine Angst vor der Liebe und vertrau ihr.

Liebe dein Leben und alle die darin vorkommen aber vor allem, LIEBE DICH SELBST!!

 

Angst vor dem Tod

 Der Tod. Für viele das Endgültige.

Wenn jemand stirbt, dann ist er nicht mehr anwesend hier auf Erden.

Die Angst jemanden zu verlieren ist immer da. Aber warum haben wir Angst? Es ist nichts so sicher wie der Tod! Sterben muss jeder. Warum haben wir denn Angst davor? Es ist noch nie jemand beim Sterben gestorben. =)

Es ist doch eigentlich schizophren Angst zu haben vor dem Tod. Vor etwas Angst zu haben was schon x Billionen Menschen vor dir erlebt haben. Und alle haben es «überlebt» oder hast du schon mal einen Toten jammern hören?

Nein, ernsthaft jetzt wieder.

Manchmal dünkt es einem, die Menschen lassen sich einfach in die Angst fallen, ohne sich zu hinterfragen, warum sie denn Angst haben.

Warum soll der Tod nicht was Schönes sein?

Stell dir mal vor, du gehst zu Bett, schläfst ein und wachst dann nicht mehr auf.

Vor was hättest du hierbei Angst haben sollen?

Es ist wohl eher die Art wie man sterben könnte. Aber auch hier, warum rechnet man mit etwas Schlimmem? Warum kann man nicht einfach vertrauen und sich an dem Festhalten, dass man altersbedingt einschläft und nicht mehr erwacht? Dasselbe auch wenn man krank ist. Klar, ich kann (zum Glück) nicht aus Erfahrung sprechen. Jedoch hat man immer mehrere Möglichkeiten. Man sollte nie nur am schlimmsten festhalten und immer auf sein Bauchgefühl hören.

Versteh mich bitte nicht falsch. Nur denke ich, ob man «positiv» krank ist oder «negativ» krank ist macht einen Riesenunterschied und kann einem vieles erleichtern oder erschweren. Annehmen heisst nicht akzeptieren.

Der Tod ist ein Neubeginn und nicht das Ende.


Angst vor Verlust oder jemanden zurückzulassen

Oft können auch Menschen, welche im Sterben liegen nicht loslassen, da sie Angst um die Hinterbliebenen haben, dass diese es nicht ohne sie schaffen werden.

Diese Angst kommt vor allem bei Eltern vor. Kinder kann man, egal wie alt sie sind, nicht einfach so loslassen. Und wenn man dann vor dem «Abschied» steht, bekommen viele von ihnen Angst.

Nur ist diese Angst nicht wirklich begründet. Man sollte, und darf, jedem die Chance geben sich zu behaupten. Woher will jemand wissen, dass der Andere es nicht schaffen wird ohne seine Hilfe? Oft wird im Leben immer geholfen, weil man Angst hat die andere Person könne es vielleicht nicht alleine schaffen. Jedoch wurde ihr auch nie die Chance dazu gegeben.

Es kann aber auch der umgekehrte Prozess der Fall sein. Oft hängen sich Menschen an andere Menschen, da sie das Gefühl haben ohne die andere Person, kriegen sie nichts auf die Reihe. Dies kann bedingt stimmen. Für eine Starthilfe sind Unterstützungen sicher hilfreich. Jedoch wenn es dann in eine Abhängigkeit geht, ist man schon zu weit gegangen. Jeder sollte versuchen es alleine zu schaffen bzw. anzupacken und loszulegen. Jeder sollte die Chance auch nutzen sich zu beweisen und sich so zeigen zu können, wie er ist.

Wie man so schön sagt: «man kommt allein auf die Welt und geht auch alleine wieder». Also sollte man keine Angst haben alleine zu sein auf dieser Welt.

Man ist nie allein. 😊

Angst vor dem Fall / Enttäuschung / sich beweisen

Dies beobachte ich oft bei Kindern. Wie oft helfen Eltern den Kindern bei etwas, weil sie Angst haben er/sie könnte stürzen oder es nicht allein schaffen. Aber gibt man dem Kind jemals die Chance es selbst versuchen zu können? Nicht oft.

Meistens liegt es an den Eltern die bereits Angst verbreiten mit den Sätzen: «pass auf! Das ist gefährlich! Komm ich helfe dir. Komm ich hebe dich rauf. Du musst da nicht raufklettern! Komm sofort runter es ist zu gefährlich.» Dies sind normale Reaktionen von Menschen. Aber warum? Warum spielt die Angst hier so fest mit?

Wir wollen ja nur, dass unserem Kind nichts passiert (oder auch der Freundin, dem Freund, den Eltern,…). Aber wie sollen sie denn lernen, was Vorsicht heisst? Woher wollen sie wissen, ob ein Fall von einer Schaukel schmerzhaft ist, wenn sie es nie erlebt haben?

Man kann die Menschen nicht vor allem beschützen. Es soll Enttäuschungen geben, damit man merkt wem man vertrauen kann und wem nicht. Was für jemanden stimmt und was nicht.

Man soll auch mal fallen dürfen, damit man sieht, wie es eben nicht geht, damit man auch eine andere Tür entdecken darf.

Man soll sich getrauen sich zu beweisen und zu zeigen, auch wenn es nicht jedem passt und nicht jeder der gleichen Meinung ist.

Diese Angst zu verlieren oder sicher zu verringern ist ein Riesenschritt auch zur Selbstliebe.

Die Angst hindert uns in so vielen Bereichen und wir lassen uns darauf ein, ohne jemals ausprobiert zu haben, wie es ist, wenn die Angst nicht wäre.

Die Angst ist nur ein Bote, um sich Gedanken zu machen, wie es anders auch gehen könnte oder die Situation mal von einer anderen Seite zu betrachten.

Angst steht auch für Loslassen und Vertrauen.

Wer viel Angst in sich trägt zeigt zugleich auf, dass sein Vertrauen in sein/das Leben sehr klein ist.

Vertrauen ist der Partner der Angst.

Wer vertrauen in sein Leben hat, lässt die Angst nur ganz kurz in sich hinein und dies auch nur, um kurz anzuklopfen und zu sagen «hey, schau mal genauer hin oder schau es mal von einer anderen Seite an.».

Somit wird die Angst zum Freund. Sie kann dich unterstützen und auf Feinheiten aufmerksam machen.

Sie kann dir aber auch den fehlenden Mut bringen. Denn der Mut steht direkt neben der Angst.

Die Angst kommt nie allein. Versuche nicht nur sie zu sehen, sondern auch ihren Begleiter.

Also lebe im Vertrauen und lass die kleine Angst dich unterstützen. =)

In Liebe

Nicole